Racing

Mehr als drei Jahrzehnte sind vergangen, seit Urs Knüsel im Sattel seiner 250’er YAMAHA den Titel des Schweizer Meisters errang. Seine aktive Sportlaufbahn ist längst vorbei, doch der gute Name von Motos Knüsel in der Schweizer Rennszene ist geblieben, nicht zuletzt durch die gezielte Unterstützung von Nachwuchsfahrern und das Engagement im Umfeld des Rennsportes.

Urs Knüsel, Schweizer Meister 1976 auf YAMAHA 250

1976 war’s, als sich der damals 19-jährige Heisssporn mit Jaques Cornu, Edwin Weibel und dem unvergesslichen Franz Kunz harte Duelle im Kampf um den Meistertitel lieferte. "Ein junger Rennfahrer hatte damals noch mehr Chancen, weil er nicht so extrem vom Geld abhängig war wie heute", beurteile Urs Knüsel diese Zeit im Rückblick. Obwohl er selbst selten stürzte und deshalb auch nie ernstlich verletzt wurde, kam das freiwillige Aus für ihn bereits im folgenden Jahr, als sein Freund Franz Kunz in Le Castellet tödlich verunglückte. "Die Entscheidung war schwer, aber durchaus vernünftig", sagt Urs im Rückblick. Die gute Kameradschaft mit seinen damaligen Fahrerkollegen gehört zu den schönsten Erinnerungen aus dieser Zeit.

1989 führte ihn eine Anfrage von YAMAHA-Importeur Hostettler indirekt wieder auf die Rennstrecken zurück. "Die YAMAHA-Leute ersuchten mich damals, den talentierten Nachwuchsmann Bruno Bammert unter die Fittiche zu nehmen. Ein Jahr später bestätigte uns der Sieg in der Superbike-Meisterschaft, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Als wir 1992 die Teilnahme an der Weltmeisterschaft ins Auge fassten, mussten wir bald feststellen, dass unser Budget nicht einmal annähernd für eine einigermaßen erfolgversprechende Teilnahme reichte, was Bammerts Rücktritt zur Folge hatte. "Es folgten Engagements im YAMAHA-Cup mit Peter Dönni, Maurizio Bäumle, Hanspeter Arnold, Hans Jenni, Thomas Kausch und Jarno Lang. Zeitweise wuchs das Knüsel-Team bis auf vier Fahrer an!

Daneben kam Urs auch als Rennmechaniker zum Einsatz, beispielsweise bei den 24 Stunden-Rennen von Le Mans.